Markus Schroth bei Rabona der Fussball Comedy Show

im Stadion an der Schleißheimer Strasse in München

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als Stargast spreche ich über die Verwirklichung meines Traumes vom UTMB, und meine Erlebnisse beim Tor de Geants. Was mich antreibt und motiviert Extremläufer zu sein und über den gemeinsamen Weg mit Petra Weber, was uns ausmacht und wie wir coachen.

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Ultratrail du Mont Blanc 2017

Mit mentaler Stärke Träume verwirklichen

Der Ultratrail du Mont Blanc ist legendär. In der diesjährigen 15. Auflage des UTMB traten 2537 Teilnehmer an, das gesamte Mont Blanc Massiv am Stück und innerhalb eines Zeitlimits von 46h30min zu umrunden. Die Tour de Mont Blanc mit 171 km und 10200 Höhenmetern wird normalerweise in 10 Etappen und über ebenso viele Tage gegangen. Für mich ging mit der Teilnahme ein Traum in Erfüllung. Vor zwei Jahren war ich am Mont Blanc und habe die einzigartige Atmosphäre dieses Laufes als Zuschauer erfahren dürfen und in diesem Jahr stand ich selbst an der Startlinie. Ein ergreifender Moment für mich, die Passion des Ortes und des UTMB ist am ganzen Körper spürbar und verbindet alle Teilnehmer und Zuschauer, die diesen Moment erleben. Die Straßen von Chamonix sind von begeisterten Zuschauern gesäumt, die ersten Anstiege nach Les Houches ebenfalls. Von enthusiastischer Anfeuerung und Kuhglocken werden wir Läufer getragen, bevor wir in der Nacht in die Stille und Einsamkeit der Berge kommen. Es sind diese extremen Gegensätze, die den UTMB einzigartig und zu einer großen Herausforderung für den Körper und den Geist machen. Bei einem Lauf, bei dem selbst die Besten nicht sicher sein können, am Ende im Ziel in Chamonix anzukommen geht es darum Grenzen zu verschieben. Für mich heißt das konkret, 50 km länger und 3000 Höhenmeter mehr zu laufen, als ich bisher in einem Rennen gelaufen bin. Das bedeutet dieses Mal auch zwei komplette Nächte und fast zwei komplette Tage am Stück unterwegs zu sein, unterbrochen nur von kurzen Pausen an den Verpflegungsstationen. Der Abend des Starts am Freitag und der Samstag sind geprägt durch sich ständig verändernde Wetterbedingungen. Nieselregen und Nebel ab 2 Stunden nach dem Start, -3 Grad und Schneefall in der Nacht am Col du Bonhomme und dem Col du Seigne, der Grenze nach Italien. Bei Sonnenaufgang war der Mont Blanc von der italienischen Seite kurz zwischen den Wolken zu sehen. Den ganzen Tag Wechsel zwischen Regen, Schnee, Sonne, Nebel und Wind. Höhepunkt der Aufstieg zum Gran Col Feret auf 2500m der Grenze zur Schweiz mit Schneefall, eisigem Wind und Temperaturen von -6 Grad, gefühlt über -10 Grad. Bei fünf Verpflegungsstationen habe ich die Möglichkeit Petra Weber meine „Assistance“ zu treffen. Ich bin sehr dankbar für ihre Unterstützung und ihre Erfahrungen, die sie als Mentalcoach in Bezug auf Wettkampfbetreuung live hat. Auch sie ist zwei Tage und zwei volle Nächte durchgehend im Einsatz. Sie gibt mir die Möglichkeit mich mit ihr auszutauschen und zu beratschlagen um was es im nächsten Streckenabschnitt gehen wird, was das physische und mentale Ziel für diesen Abschnitt sein wird und wie ich es verwirklichen kann. Meine Vision vom Zieleinlauf in Chamonix gibt mir die Kraft und Energie durchzuhalten, widrigsten Bedingungen wie Wind, Regen, Schnee und 20 Stunden Dunkelheit zu trotzen. Sie unterstützt mich mit sämtlichen Hindernissen umzugehen und meine Grenzen zu verschieben. Der letzte Abstieg am Sonntag nach Chamonix hat dann für alle Strapazen entschädigt. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, ein traumhafter Blick auf den Mont Blanc und das ganze Massiv und gigantische Stimmung beim Zieleinlauf, wo jeder Läufer von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. Für mich war es ein großer Moment in Chamonix anzukommen und gemeinsam mit Petra die Ziellinie zu überqueren. Ein gigantisches Erlebnis das uns immer in Erinnerung bleiben wird.